Finanz Tipps
Festgeld und seine Vorteile
Immer wieder gibt es Zeiten, in denen die Zinsen am Geldmarkt stagnieren bzw. auf ein niedrigeres Niveau absinken. Davon sind dann vor allem Anleger betroffen, die ihr Geld in variabel verzinste Geldanlagen gesteckt haben – wie etwa in Tagesgeld Anlagen. Denn fallen die allgemeinen Geldmarktzinsen, so sinken auch die Zinsen für diese Geldanlagen ab. Der Anleger muss in diesem Falle niedrigere Renditen in Kauf nehmen.
Wer sich vor diesem Zinsänderungsrisiko schützen will, muss statt auf variabel verzinste Geldanlagen auf fest verzinste Anlagen zurückgreifen. Mit dem so genannten Festgeldkonto erhält der Sparer die Möglichkeit, sein Geld zu einem bestimmten Zinssatz über einen bestimmten Zeitraum anzulegen. Der Zinssatz steht von vorneherein fest und bleibt über die gesamte Laufzeit der Geldanlage hinweg gleich. Auch der Zeitraum, über welchen das Geld auf dem Festgeldkonto angelegt wird, ist von Anfang an festgelegt. Der Sparer erhält damit ein hohes Maß an Planungssicherheit – und weiß genau, zu welchem Zeitpunkt er welche Rendite ausbezahlt bekommt.
Das Festgeldkonto ist mit keinerlei Verwaltungsgebühren verbunden, was einen Vorteil gegenüber anderen Geldanlagen darstellt. Hinzu kommt, dass die immer wieder bemängelte Flexibilität von Festgeld durch kürzere Laufzeiten ausgeglichen werden kann. Mittlerweile gibt es Festgeld Angebote für eine Laufzeit von nur wenigen Monaten. Ebenso können Anleger jedoch auch auf Festgelder mit einer Laufzeit von mehreren Jahren zurückgreifen und so ihr Kapital sicher über einen längeren Zeitraum hinweg anlegen.
Tagesgeldkonto hilft bei der Streuung der Risiken
Bei jedem Bankberatungsgespräch wird man hören, dass man bei einer Geldanlage nicht alles auf eine Karte setzen soll - vielmehr sollte man sein Vermögen streuen. Das Zauberwort lautet hier: Diversifikation. Man sucht unterschiedliche Assetklassen aus, und investiert sein Vermögen in diese. Als Assetklasen kommen folgende Anlagemöglichkeiten in Frage: Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle und weitere Anlagen. Ein gewisser Anteil des Vermögens sollte auch als Liquidität gehalten werden, um die Zahlungsfähigkeit jederzeit aufrecht erhalten zu können. Ansonsten müsste man sich von bestimmten Anlagen trennen, um sich Liquidität zu verschaffen - und dies womöglich zu sehr ungünstigen Preisen. Die Liquidität sollte also stets verfügbar bleiben. Für diese Zwecke eignet sich ein Tagesgeldkonto so gut wie kein anderes Konto. Ein Tagesgeldkonto bietet eine attraktive Verzinsung, verbunden mit ständiger Verfügbarkeit. Der angelegte Betrag wird bei einem Tagesgeldkonto bereits ab dem ersten Euro verzinst. Die Verfügung erfolgt meistens über ein Verrechnungskonto. Als Verrechnungskonto dient im Regelfall ein Girokonto, das nicht zwingend bei dem Kreditinstitut geführt werden muss, bei dem auch das Tagesgeldkonto besteht. Die Rendite auf einem Tagesgeldkonto ist im Regelfall deutlich höher als bei einem Sparbuch. Ein Tagesgeldkonto kann in den meisten Fällen auch online geführt werden. Hierfür fallen keine Kosten an. Die Verzinsung ist variabel und orientiert in der Regel am Geldmarkt.
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